was wenn nicht an Schlaf zu denken ist?

Oder wie der Schichtdienst meinen Schlafrythmus versaut hat

Als Kind der Hottelerie und Gastronomie habe ich unter anderem viele Vorteile der Branche genießen dürfen. Unter Anderem kann ich jetzt mit jeder mir beliebigen Person Smaltalk führen und dabei gehen mir nie die Themen aus. Ein großer Nachteil meiner Arbeit ist jedoch der Schichtdienst mit dem auch oft kurze Wechsel zwischen Spät- und Frühdiensten kommen. Während in anderen Branchen die Schichten auf Wochenbasis zugeteilt werden, kann es in der Gastronomie zu mehreren Wechseln wöchentlich kommen.

Im Laufe der Zeit habe nicht nur ich mich an diese Tatsache gewöhnt, sondern auch mein Schlafrhythmus. Während ich vor einem halben Jahr das erste Mal in einen Job ohne Schichten gewechselt bin (naja… die späteste „Schicht“ geht bis 18.00 Uhr. Also kein Vergleichswert mit open End Schichten im Hotel, daher zählt mein aktueller Job für mich nicht als Schichtarbeit), befindet sich mein Schlafrhythmus noch immer in der Eingewöhnungsphase. Als Resultat gibt es viele schlaflose Nächte und jede Menge Verzweiflung.

Mein Körper reagiert unfassbar stark gegenüber Stress. Und mangelnder Schlaf und ein zerstörter Schlafrhythmus sorgt für Stress. Es hat tatsächlich einige Zeit gedauert bis ich verstanden (und eingesehen) habe, dass mein Körper auf Stress reagiert. Gerade durch die jahrelange Arbeit in Gastronomie habe ich mich als stressresistenten Übermenschen gehalten und mir gern die ein oder andere Tätigkeit zu viel zugemutet.

Noch immer bin ich dabei meinen Körper an einen gesunden Schlaf zu gewöhnen. Wichtig ist, dass bei andauernden Schlafstörungen unbedingt ein Arzt aufgesucht werden sollte, um medizinische Ursachen ausschließen zu können. Ich habe das auch gemacht. Trotzdem waren meine Top- Helferlein folgende Dinge:

  1. Baldrian – klingt langweilig, hat mir persönlich jedoch in den extremen Zeiten sehr geholfen. Grade bei Wechseln zwischen Spät- und Frühdienst liegen nur wenige Stunden zwischen. Wenn man sich diese Stunden dann noch schlaflos um die Ohren haut, wächst die pure Panik! Auch heute nutze ich gerne Baldrian Pastillen oder Tees bei schlaflosen Nächten.
  2. CBD Öl – Als mein Freund mit CBD Öl um die Ecke kam habe ich kurze Zeit echt mit seiner Zurechnungsfähigkeit gezweifelt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon alles durch. Über medikamentöse Behandlung, Meditation oder Baldrian. Dauerhaft möchte man ja kein Medikament nehmen, sondern einfach natürlich schlafen können. Ursprünglich habe ich die CBD Tropfen zur Behandlung von Migräne getestet, bis ich dann festgestellt habe, dass Sie auch beim Einschlafen Wirkung zeigen.
  3. Handy weg – klingt kacke aber ich bin ein Panikmensch. Wenn ich mich abends von Seite zu Seite drehe werde ich nach dem Einschlafen fast stündlich wach um die Uhrzeit zu checken. Immer im Hinterkopf „Wie viele Stunden Schlaf habe ich wohl noch?“ und diese Frage macht mir noch mehr Stress und schlaflose Stunden. Genauso wird in einer Nacht bestimmt 5 Mal gecheckt ob ich wohl auch wirklich den Wecker gestellt habe. Dabei habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht ein Mal vergessen den Wecker zu stellen oder bin zu spät zur Arbeit/Schule gekommen. Irgendwie traut mein Unterbewusstsein mit selbst jedoch nicht genug um entspannt zu schlafen.

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