Und Gründe warum ihr auch Hotelfachfrau werden solltet.

Die Abiprüfungen stehen quasi vor der Tür und damit bedeutet das für Viele, dass der nächste Schritt ansteht. Wo geh ich hin? Was will ich machen? Was und wo studieren? Und ist das Familienunternehmen auch wirklich das Richtige für mich?

Nach meinem Fachabitur war ich überzeugt von meinem Berufswunsch – Hotelfachfrau, das ist es! Hotel – das klingt für viele nach fernen Orten, Südsee, Strand und exotischen Speisen. Für mich klingt es ganz banal – nach ganz viel Arbeit mit internationales Flair.

Viele Schüler und Studenten haben bereits einen gewissen Eindruck von der Gastronomie, so hat ziemlich jeder schonmal irgendwo gekellnert und damit das Gefühl meinen Beruf der Hotelfachfrau zu kennen. Dem ist aber absolut nicht so, denn kaum ein Beruf ist meiner Meinung nach vielfältiger als meiner und bietet somit vielen verschiedenen Individuen mit den verschiedensten Begabungen den Raum und die Möglichkeit eine Karriere zu starten, zu schaffen und zu entfalten.

Denkt man nur mal an ein klassisches Hotel, ob für Business Gäste oder Leisure ausgelegt, denkt man oft nicht an die vielen Personen die hinter den Kellnern und Empfangsmitarbeitern stecken. Damit ein Hotel läuft ist nämlich weitaus mehr nötig als das man drei Teller gleichzeitig tragen kann. Und nach der Ausbildung zur Hotelfachfrau ist man quasi operativ dazu in der Lage ein Hotel zu führen. Man hat die Buchhaltung verstanden, kann die Zimmermädchen organisieren, man hat gelernt die besten Pancakes zuzubereiten, hat Wissen über korrespondierenden Weine und weiß so viel über verschiedene Biere, dass man auf jeder Grillparty ein Highlight ist. Im Idealfall durfte man im Management über die Schulter gucken, hat Reservierungen vereinbart, Verträge geschlossen, Stammkunden und Lieblinge gefunden.

Entgegen allen Vermutungen sind wir weitaus mehr als Kaffeeschubsen und Tellertaxis. Wir sind Seelsorger, Ratgeber, Kindererzieher, Ärzte, Postbeauftragte, persönliche Assistenten, Zauberer, Brautflüsterer und manchmal Trauzeuginnenersatz, wir sind Bekannte, Freunde, manchmal wie das Enkelkind oder die eigene Tochter, wir trösten, hören zu, geben Ratschläge, feiern Geburtstag, Jahrestage und stehen auch im Todesfall trösten zur Seite. Und manchmal sind wir die einzige Konstante in den Leben mancher Gäste.
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Das Wichtigste ist natürlich die Wahl des richtigen Ausbilders. Hier bin ich gebranntes Kind und habe definitiv im falschen Betrieb gestartet. Nach 10 Monaten bin ich dann in meinem zweiten Ausbildungsbetrieb gelandet und habe mich Schockverliebt. Der richtige Betrieb ist Gold wert und steht euch bei Problemen, Wünschen und jeglichen privaten Anliegen immer zur Seite. Aus meiner aktuellen Sicht der Dinge würde ich jedem, der Karriere in der Hotellerie machen möchte, eine große Kette empfehlen. So harmonisch und nett Familienhotels auch sind, Aufstiegsmöglichkeiten und die wirklich tiefe Einblicke ins Management durfte ich in Ketten erleben. Zusätzlich, nach meiner Ausbildung habe ich die IHK Prüfung zur Ausbilderin fürs Gastgewerbe abgelegt und bin seitdem besonders für Auszubildende und deren Pflichten und Rechte zuständig.

Das Crowne Plaza City Center Ich durfte Arbeitsklima und Hotel vor Ort erleben und habe auch die Gelegenheit genutzt mit einem Azubi aus dem Roomservice zu reden. Das gesamte Team hat mir einen sehr positiven Eindruck vermittelt und auch das Gespräch mit dem Azubi deutete auf ein tolles und unterstützendes Arbeitsklima hin. An alle potenziellen Gastronomen aus dem Bereich Berlin: wenn ich meine Ausbildung noch nicht beendet hätte, hätte ich mich definitiv hier beworben und kann euch das auch ohne Zweifel empfehlen.

In der Zeit meiner Ausbildung waren immer meine Kollegen der größte Motivator. Denn Hotellerie bzw. Gastronomie ist Familie. Ich sehe meine Kollegen öfter und länger als meine Familie. Sie kennen mich In- und Auswendig. Wir kennen unsere Macken und geheimsten Geheimnisse – und ich liebe meine Kollegen. Zusammen frisst man sich gemeinsam durch den Stress, aber mit den richtigen Kollegen geht die Zeit wie im Flug vorbei.

Crowne_Plaza_3_HotelfachfrauEine Ausbildung in der Hotellerie bedeutet 3 Jahre lang am Wochenende und Feiertagen arbeiten, Geburtstage, Weihnachten, Silvester mit den liebsten Kollegen auf der Arbeit verbringen, manchmal bis zu 14 Stunden am Stück zu stehen, und Überstunden leisten, oftmals ungeregelte Arbeitszeiten, Wechsel von Spät- auf Frühschichten, gehässige Gäste und gestresste Kollegen, das Null-Bockgefühl wenn der Wecker wieder viel zu früh klingelt und die Nacht kurz war, die ganzen körperlichen Anforderungen die die Gastro so mit sich bringt – all damit muss man heute rechnen wenn man sich für einen Job in der Hotellerie entscheidet.

Aber auch die ganzen Hochzeiten mit Texten, die zu Tränen rührten, das Gefühl gebraucht zu werden im Team, das Team an sich, die Kollegen die zu Freunden und Komplizen wurden, die Erfolgserlebnisse, die kleinen Komplimente von Gäste, die Gäste überhaupt, die Aufgaben die einfach Spaß machen, die guten Konversationen mit Geschäftsführern und Ehemännern.

Für diese Arbeit muss man geboren sein. Ich liebe meinen Job und habe mich nach meiner Ausbildung weiter entwickelt. Im Hotel hört man nie auf zu lernen, nach meiner Ausbildung bin ich so als Abteilungsleiterin im Housekeeping geblieben und studiere inzwischen Hospitality Management und stehe kurz davor meine Bachelorarbeit zu schreiben.
Danach würde ich gerne meine Liebe zur Hotellerie mit meiner Liebe zu Social Media verknüpfen vielleicht ja sogar im Crowne Plaza in Berlin.

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